Platzfläche in Hattingen vor dem Bügeleisenhaus

Neue Blüte für ein Quartier

Die Innere Hustadt wurde Ende der 60er Jahre als Großwohnsiedlung nach dem Leitbild „Urbanität durch Dichte“ in Folge der neuen Ruhr Universität Bochum errichtet. Im damals noch dörflichen Stadtteil Querenburg entstand an den Nordhängen des Ruhrtals zwischen Campus-Uni und Opel Werk ein neuer Stadtteil namens Hustadt. Der innere Siedlungskern liegt exponiert auf einer Anhöhe und besteht im Wesentlichen aus 4- bis 8-geschossigen, aber auch 11-14-geschossigen Gebäuden mit rund 1.100 Wohnungen.
Als nach rund 40 Jahren Siedlungsgeschichte der Hustadt immer mehr bauliche und soziale Probleme auftraten, reagierte die Stadt Bochum auf die Schieflage und erklärte das Quartier 2007 zum Stadtumbaugebiet, in dem inzwischen rund 3.100 Menschen aus über 40 Nationen zusammenleben. Mit dem Förderprogramm Stadtumbau West konnten bis heute eine Vielzahl von sozialen Potenzialen des Quartiers gestärkt und die städtebaulichen Qualitäten wieder herausgearbeitet werden.
In den Jahren 2011 bis 2015 hat das Büro DANIELZIK+LEUCHTER Landschaftsarchitekten im Auftrag der Stadt Bochum und der VBW Bauen und Wohnen GmbH den Umbau großer Teile der Außenanlagen planerisch betreut. Gemeinsam mit Bauherren und Bewohnern des Quartiers wurde in einem einvernehmlichen Entwurfskonzept eine gemeinsame Formensprache gefunden und funktional stimmige Einheiten für die öffentliche und die private Nutzung geschaffen.

Die vorrangigen Entwurfsziele wurden in von D+L moderierten Planungsworkshops erarbeitet:

· Auflösung unübersichtlicher Baustrukturen,
· Formulierung neuer städtischer Dominanten wie Achsen, Plätze und Höfe,
· Verbesserung der Orientierung und Erhöhung des Sicherheitsempfindens, Barrierefreiheit,
· Neuausrichtung des Freiraumangebotes an den veränderten Nutzerbedürfnissen – älter aber auch sehr jung, bunter, dynamischer!
So wurden die Anlagen auch tatsächlich auf ausdrücklichen Wunsch der Anwohner mit mehr Farbe in Material und Bepflanzung und mehr Beleuchtung ausgestattet. Die Auflösung der Mischflächen und klare Trennung der Fahr- und Fußwege schuf mehr Sicherheit und höhere Aufenthaltsqualität. Dort, wo es möglich war, wurde Altes mit Neuem kombiniert, Farbe statt Einheitsgrau, Ziegel statt Beton, Staudenmischpflanzung statt monochromes Immergrün.

Folgende Teilräume wurden mit Danielzik + Leuchter in Kooperation mit vielen Akteuren umgestaltet:

Hufelandplatz: siehe Stadträume 

"Grüne Achse" Backenberg: siehe Wohnumfeld    

Innenhöfe Bochum-Hustadt: siehe Wohnumfeld  

Hufelandschule: siehe Schulhöfe und Kitas

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