Erneuerung historischer Park Finkenkamp und Bromersfeld

Der Pfingststurm ELA hat 2014 zahlreiche Baumbestände in Westdeutschland schwer geschädigt. So auch in Mülheim an der Ruhr, wo erhebliche Verluste in historischen Parkanlagen zu beklagen waren. Die  über zwei Siepentäler verbundenen Parks Finkenkamp und Bromersfeld wurden ab den 20er Jahren mit dem Bau der genossenschaftlichen Siedlungen Mülheim-Heimaterde für die Anwohner erschlossen.

Die früher von Offenlandstrukturen und Weideland­nutzung geprägten Siepentäler haben heute über weite Strecken ein überwiegend bewaldetes Erschei­nungsbild. Die denkmalgeschützte Parkanlage wurde zunächst auf Basis einer umfangreichen Schadensanalyse untersucht und ein Entwicklungskonzept erarbeitet, welches Hand­lungsvorschläge für die Optimierung der Parkanlagen Finkenkamp und Bromersfeld formuliert. Danach wurden die Flächen funktional und gestalterisch überarbeitet. Dazu gehörten u.a. Erneuerung ein­zelner Gehölze und Ausstattungselemente sowie die Überarbeitung einzelner Teilbereiche, von Wegen und Eingangssituationen. 

Unter Beteiligung des Denkmalschutzes und der Naturschutzbehörde konnte der Park so wieder in seiner Leistungsfähigkeit für die Erholungsnutzung und die Landschaftspflege hergestellt werden. Neben einer Steigerung der Attraktivität der Parkanla­ge, die heute ausschließlich Erholungszwecken dient, wurde dadurch auch die historische Bedeutung der Grünanlage in Wert gesetzt. Insbesondere der Gän­sereiterteich und der von ihm ausgehende Bachlauf der Wackelsbeck haben aufgrund ihrer Geschichte als Identifikationspunkt der Siedlung einen historischen Wert. Neben den Ersatzpflanzungen bieten die geöffneten Bereiche die Möglichkeit, die bislang stark zugewachse­nen Grünflächen in Teilbereichen zu öffnen und wieder erlebbar zu machen. Mehr Licht, bespielbare Flächen und neue Durchblicke entdecken die ursprüngliche Ge­staltung der Siepentäler wieder. Insbesondere durch eine gezielte Parkrandentwicklung und die Aufwertung von Eingängen wird das Erschei­nungsbild der Parks von außen und damit auch der an­grenzenden Straßenzüge maßgeblich beeinflusst.

Bauherr: Stadt Mülheim an der Ruhr

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