Eitorf

"Sprung an die Sieg"

Das große Potential der Bahnentwicklungsflächen von Eitorf ist die Nähe zur Siegaue und die Sieg selbst. Hier kann ein attraktives, grün gestaltetes neues Wohnviertel entstehen. Ähnlich den Halligen in der Nordsee werden erhöhte, inselhafte Bauflächen entworfen, die mit Wohngruppen in ökologischer Bauweise aufgefüllt sind. Mit weichen Formen definieren sie die „Hochterrasse“ der Sieg neu und verlegen die Linie des 100-jährigen Hochwassers näher zum Fluss.

Ein weiterer Sprung an die Sieg wird durch den Bahnübergang an der Brückenstraße definiert. Hier wird entsprechend der linearen Abfolge öffentlicher Räume vom Marktplatz über den Kreisverkehr, den Theaterplatz und den Brückenkopf ein weiterer Platz hinzugefügt, der durch Ergänzung mit Einzelhandels- oder Büroflächen einen Abschluss der städtischen Strukturen bildet.

Ein naturnaher Badeteich mit Pflanzenklärung auf dem Gelände des Freibades schafft eine neue landschaftsverträgliche Bademöglichkeit im Freien. Die kleine Gastronomie auf der Deichkrone bietet Angebote für die Freibadbesucher wie auch für Besucher der Siegaue. Diese benutzen den neuen Weg auf der Deichkrone als kleinen städtischen Rundweg oder Teil der regionalen Verbindung.

Nach Süden hin zeichnet der Entwurf eine scharfe Kante über die ehemalige Bahnbrache: Mit großen orthogonalen Bauformen, Erschließungsflächen und Baumreihen verläuft die Schnittstelle zur Stadt.

Wettbewerb, 2. Platz

 

Auslober:
Gemeinde Eitorf

Planung:

DANIELZIK + LEUCHTER, Landschaftsarchitekten, Duisburg,
SKT Umbaukultur, Bonn

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