Regenwasserkonzept Hibernia Herne

Auf einer Gesamtfläche von rund 43 ha entstand am ehemaligen Zechen- und Chemiestandort Hibernia in Herne ein neuer Gewerbepark. Ein wichtiges Leitziel des Planungskonzeptes lautet „Arbeiten im Park“, das mit Hilfe eines Freiflächenanteils von rund einem Drittel (15 ha) der Gesamtfläche umgesetzt wurde. Der Auftrag umfasste neben der Objektplanung auch die landschaftspflegerische Begleitplanung für Bodensanierung und Gewässerumbau. 

Zentrale Entwurfsaufgabe war die Gestaltung eines Grünzuges, der den Gewerbepark auf ganzer Breite durchzieht und so zwei Stadtteile miteinander verbinden kann. Dominiert wird der Entwurf von einem Band neu angelegter Gewässer mit rund 7.300 m² Wasseroberfläche. Darin werden sämtliche Niederschlagswässer der Dach- und Verkehrsflächen des gesamten Gewerbeparks aufgenommen. Damit gelingt es, einen ausgetrockneten Nebenbach der Emscher wieder in ein strukturreiches Gewässer umzubauen. Gleichzeitig wird mit der „Großen Gracht“ von rund 350 m Länge die Kulisse für eine Promenade zwischen historischem Gasometer, neuem Gewerbe und angrenzenden Wohngebieten geschaffen. Ein Wechselwasserspiegel von rund 40 cm ermöglicht die Aufnahme der Regenwasserspitzen, bevor das Wasser über eine Drossel in den nördlichen Schmiedesbach in Richtung Emscher weitergeleitet wird.

Bauherr: LEG Stadtentwicklung GmbH & Co. KG

Sanierungsplanung Boden: geo-id, Hattingen

Erschließungsplanung: Büro Kühnert, Bergkamen

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